BUND-Ortsgruppe Offenburg

Tätigkeitsbericht 2020

Jahresbericht 2020 für die Mitgliederversammlung
der BUND-Ortsgruppe Offenburg

Im Januar pflegten wir das Pachtgelände in der Moosmatt. Die Gehölze wurden zurückgeschnitten um das Zuwachsen der Wiesenfläche zu vermeiden.

Am 20.01.2020 ging ein Schreiben an die Gemeinderatsfraktionen der Stadt Offenburg um die Fraktionen aufzufordern einen Antrag auf eine autofreie Innenstadt zu stellen und die Stadtverwaltung aufzufordern entsprechend planerisch tätig zu werden.

Am Donnerstag, 30.01.2020, hielten wir die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg im Gasthaus Linde in Fessenbach ab.

Ende Februar wurden Pflegearbeiten am Sahlesbach durchgeführt. Hierbei wurden die Wurzeln von Brombeersträuchern an der Wegböschung entfernt und Hochstamm-Obstbäume geschnitten.

Ende Februar wurde der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe von der Badischen Zeitung interviewt wegen dem anstehenden 30-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe. Am 02.03.2021 wurde hierzu ein Bericht in der Badischen Zeitung veröffentlicht.

Im März wurden nochmals Pflegearbeiten am Sahlesbach ausgeführt und Wurzeln von Brombeeren an der Wegböschung entfernt. Die freigelegte Böschung wurde mit gebietsheimischer Saatgutmischung speziell für Böschungen eingesät.
 
Am 23.03.2020 beantragten wir beim Landratsamt Ortenau, Untere Naturschutzbehörde, die Ausweisung einer Fläche am Sahlesbach als § 32-Biotop, da auf dieser Fläche gesetzlich geschützte Biotope vorkommen. Hierzu wurde seitens der Unteren Naturschutzbehörde noch keine Entscheidung gefällt.

Anfang Mai besichtigte Lothar Fischer vom Landesnaturschutzverband und Norbert Litterst das Hochwasserückhaltebecken Zunsweier. Gemeinsam wurde eine Stellungnahme verfasst wegen des geplanten Umbaus des Deiches. Bei unserer gemeinsamen Stellungnahme forderten wir als ökologische Ausgleichsmaßnahme die ökologische Aufwertung des Rückhaltebeckens durch das Anlegen eines Laichgewässers für Grasfrösche und das Entfernen nicht heimischer Sträucher.

Im Juni besichtigten wir ein geplantes Laichgewässer für Grasfrösche im Rammersweierer Wald.
Die bisherigen Planungen seitens der Ortsverwaltung Rammersweier sind bzgl. Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes (Grundwasserschutz) im Sande verlaufen.
Das geplante Laichgewässer fanden wir ökologisch sinnvoll. Auch die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes hat sich zum geplanten Laichgewässer an dieser Stelle positiv geäußert.
Daher erging der Beschluss der BUND-Ortsgruppe das Vorhaben nochmals aufzugreifen.

Am 12.06.2020 schrieben wir Oberbürgermeister Steffens an wegen unserer Forderung nach einer Nordumfahrung Offenburgs. Hierbei finden wir die vorgebrachten Überlegungen nach einem Brückenbauwerk über das Bahngelände als Verbindung zwischen dem Kreisel an der Moltkestraße und der Englerstraße sinnvoll. Auch das Anlegen von beidseitigen Radwegen an der Umgehungsstraße wurde von uns gewünscht.

Am 15.06.2020 verschicken wir an das OT, an die BZ  und an das OFFENBLATT eine Presseerklärung zu unserer Forderung nach einer autofreien Innenstadt. Das OFFENBlATT hat hierüber berichtet.

Ende Juni mähte Michael Biundo die Blumenwiese an der Badstraße. Das Mähgut wurde abgefahren und auf unserem Pachtgelände in der Moosmatt abgelegt als Winterquartier für Kleinsäuger.

Im Juli pflegte Norbert Litterst mittels Freischneider die im Jahr 2017 angelegte Gehölzpflanzung in der Moosmatt. Die Brombeere hatte sich auf der Fläche wieder stark ausgebreitet.

Im Juli hat Michael Biundo die Wiese auf der Moosmatt gemäht. Das Mähgut wurde von der Ortsgruppe abgetragen und an einigen Stellen am Wiesenrand aufgehäuft als Winterquartier für Kleinsäuger.

Im Juli gab es ein Gespräch mit dem Ortsvorsteher von Zell-Weierbach, Herrn Willi Wunsch, bzgl. der geplanten Blumenwiese auf nicht mehr bewirtschafteten Rebflächen durch die Jungwinzer.
Wir begrüßten diese Maßnahme und schenkten dem Ortsvorsteher ein Saatgut-Katalog der Fa. Rieger-Hofmann GmbH mit der Bitte den Katalog an die Jungwinzer auszuhändigen.

Am 20. Juli beging Norbert Litterst den Sahlesbach um das Indische Springkraut auszureißen, das sich an einigen Stellen immer noch zeigt. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die seit über zwei Jahrzehnten durchgeführte Neophytenbekämpfung Wirkung zeigt.

Am 27.07.2020 erhielten wir ein Antwortschreiben von Oberbürgermeister Herrn Steffens zu unserer Forderung nach einer Nordumfahrung. Im Schreiben bestätigte der Oberbürgermeister, dass unsere Forderung in vielen Punkten auch die Motivation der Stadtverwaltung sei die Nordquerung in die Überlegungen zum Bahnhofsareal einfließen zu lassen. Er versicherte auch, dass bei einer Nordquerung natürlich auch ausreichend breite Fuß- und Radwege eingeplant werden.

Ende Juli hat Norbert Litterst auf dem Gelände am Sahlesbach mittels Freischneider die Brombeerhecken entlang der am Fuße der Wegböschung liegenden Baumstämme zurückgedrängt.

Am 30.07.2020 ging ein Pressebericht an OT und BZ zur Bewerbung der Stadt Offenburg für die Landesgartenschau. Darin haben wir die Bewerbung begrüßt und die von uns eingebrachten Vorschläge zur Gestaltung der Landesgartenschau aufgelistet.

Anfang August beging Norbert Litterst mit dem Öko-Arbeitskreis der Grünen die Waldbachsenke.
Man kam gemeinsam überein, dass die Waldbachsenke ökologisch aufgewertet werden soll durch das Anlegen von Blumenwiesen am Deich des Rückhaltebeckens und Pflegemaßnahmen in den Schilfflächen.

Im August erstellte die NABU-Ortsgruppe Offenburg gemeinsam mit der BUND-Ortsgruppe eine Stellungnahme zur Erweiterung der Erdaushubdeponie Satte Klamm bei Rammersweier.
Wir lehnten die Erweiterung der Deponie aus ökologischen Gründen ab, da einige Biotope zerstört würden und die erweiterte Erdaushubdeponie zu nahe an das Naturschutzgebiet Talebuckel heranreichen würde.

Im August erging von uns eine Stellungnahme an die Stadt Offenburg zur 2. Änderung des Flächennutzungsplanes. Hierbei haben wir die Erweiterung einer Gewerbefläche in Durbach-Ebersweier und Firmenerweiterungen in Bohlsbach und Windschläg abgelehnt.
Auch die geplante Erweiterung und Neubau der Jugendherberge auf Schloss Ortenberg haben wir aus Gründen des Denkmalschutzes und des Flächenverbrauchs abgelehnt.

Im September 2020 ging eine Presseinformation an OT und BZ zum 30-jährigen Bestehen der BUND-Ortsgruppe Offenburg. Hierbei wurden die zwei Schwerpunkte unser Arbeit erläutert: die praktische Naturschutzarbeit und Stellungnahmen an die Stadtverwaltung

Am 19. September 2020  luden wir u.a. den Regionalgeschäftsführer des BUND-Regionalverbandes Südlicher Oberrhein, Stefan Auchter, die Geschäftsführerin des BUND-Umweltzentrums Ortenau, Petra Rumpel, und den NABU-Ortsgruppenvorstand zu einem Grillfest zum 30-jährigen Bestehen der BUND-Ortsgruppe Offenburg ein. Zuvor weihten wir gemeinsam ein neues BUND-Infoschild im Albersbach ein, das die Naturschutzmaßnahmen der BUND-Ortsgruppe in den Gewannen Moosmatt und Albersbacher Matt erläutert.

Anfang Oktober ernteten wir gemeinsam die Äpfel auf der Moosmatt und am Sahlesbach.
Die über 300 kg biozertifizierten Äpfel lieferten wir an FOSA ab und erhielten hierfür über 50,00 Euro Erlös.

Am 10. Oktober 2020 nahmen die Mitglieder Beate Braun und Norbert Litterst als Landesdelegierte an der Landesdelegiertenversammlung des BUND-Landesverbandes teil. Corona bedingt fand die LDV diesmal lediglich online statt.

Am 28. Oktober erschien ein Leserbrief der BUND-Ortsgruppe, verfasst von Michael Biundo, im Offenburger Tageblatt wegen unserer Ablehnung eines Autobahnzubringers Süd.

Am 30.10.2021 gaben wir eine Stellungnahme ab an das Regierungspräsidium Freiburg zum Antrag auf abfallrechtliche Genehmigung zur Einrichtung einer kreiseigenen Erdaushubdeponie in Offenburg-Weier entlang der Autobahn. Wir haben die Errichtung eines Lärmschutzwalles befürwortet.

Ende Oktober mähte Norbert Litterst mit dem Balkenmäher die Feuchtwiese am Sahlesbach.
Das Mähgut wurde abgetragen und am Wiesenrand aufgehäuft.

Anfang November hatten wir einen Arbeitseinsatz am Sahlesbach. Hierbei wurden die Wurzeln der Brombeeren an der Wegböschung beseitigt und mit dem Freischneider die Brombeeren entlang des Sahlesbaches gestutzt.

Am 06.11.2021 haben wir einen Antrag an die Stadt Offenburg gestellt zur Genehmigung einer Baumpflanzung an der Ecke Zeller Straße / Hölderinstraße. Der Baum soll unser Jubiläumsbaum zum 30-jährigen Bestehen der BUND-Ortsgruppe sein.

Im November nahm Norbert Litterst an der Umweltausschuss-Sitzung der Stadt Offenburg teil.

Im November pflanzte Norbert Litterst in der Waldbachsenke einen Hochstamm-Apfelbaum von der heimischen Sorte Kohlenbacher. Die Kosten für den Baum übernahm die Stadt Offenburg.

Am 01. Dezember hatten Beate Braun und Norbert Litterst ein Termin mit dem Ortsvorsteher von Rammersweier, Herrn Trudbert Hurst, wegen dem geplanten Laichgewässer im Rammersweierer Wald. Herr Hurst unterstützte die Bemühung der BUND-Ortsgruppe dort ein Laichgewässer anzulegen und legte uns den bisherigen Schriftverkehr hierzu vor.

Anfang Dezember erfolgte die Stellungnahme an die Stadt Offenburg zur Änderung des Bebauungsplans mit örtlichen Bauvorschriften „Am Friedhof“. Die Erweiterungsfläche wurde von uns abgelehnt, da die Fläche teilweise im FFH-Gebiet sich befindet.

Am 12. Dezember holte Beate Braun und Norbert Litterst eine gebietsheimische Winterlinde und zwei gebietsheimische Ebereschen bei der Baumschule Broßmer in Ettenheim ab und pflanzten am selben Tag die Winterlinde als Jubiläumsbaum der BUND-Ortsgruppe am Waldbach an der Zeller Straße.
Die Ebereschen wurden hinter dem Info-Schild am Sahlesbach eingepflanzt.

Ende Dezember gaben wir eine Stellungnahme ab zur Änderung des Bebauungsplanes „Albersbösch-Burdastraße“. Hierbei forderten wir das Pflanzen von gebietsheimischen Sträuchern und eine Fassadenbegrünung. Das von den Dachflächen anfallende Regenwasser sollte in Versicherungsmulden gesammelt werden.


gez. Norbert Litterst
(Vorsitzender BUND Offenburg