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BUND-Ortsgruppe Offenburg

Umbau Wilhelmstraße

 

                                                                               Offenburg, 01.08.2016


Stadt Offenburg
Bürgermeister
Herr Martini
77654 Offenburg



Geplanter Umbau der Wilhelmstraße

abschriftlich: Gemeinderatsfraktionen, Presse


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Stadt Offenburg plant derzeit den Umbau der Wilhelmstraße um Fahrradschutzstreifen auf beiden Straßenseiten anzubringen und zusätzliche Bushaltestellen einzurichten.

Bei diesen Planungen kam es auch seitens der Stadt Offenburg zur Überlegung, ob die bestehende zweite Baumreihe entlang des Bahngrabens zwischen Zauberflötenbrücke und Unionrampe gefällt werden sollte um Raum zu schaffen für die Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn.
Die BUND-Ortsgruppe hat solchen Überlegungen bereits mit Schreiben vom 05.06.2016
widersprochen und tritt dafür ein den Parkstreifen auf der gegenüber liegenden Straßenseite aufzuheben. Somit wäre genug Straßenraum vorhanden um beidseitig Fahrradschutzstreifen anzubringen ohne auf die zweite Baumreihe verzichten zu müssen.

Die BUND-Ortsgruppe ist jedoch der Meinung, dass bei Umplanung der Wilhelmstraße viel grundsätzlicher gedacht werden sollte.

Die Wilhelmstraße trennt die Oststadt von der Innenstadt und stellt daher für Fußgänger und Radfahrer eine Barriere dar. Diese Barriere sollte bei der Umplanung der Straße möglichst verringert werden.
Auch sollte bedacht werden, wenn durchgängige Fahrradschutzstreifen von der Unionrampe bis zur Zähringerbrücke auf der Fahrbahn beidseitig angelegt werden sollen, wäre im Kreuzungsbereich „Wilhelmstraße/Zauberflötenbrücke/Friedenstraße“ der Raum für die Fahrradschutzstreifen wohl nicht ausreichend vorhanden. Ein durchgängiger Fahrradschutzstreifen sollte jedoch aus Sicherheitsgründen angestrebt werden.
 
Somit ist die BUND-Ortsgruppe der Auffassung, dass die Wilhelmstraße in ein Tempo-30-Bereich umgewidmet werden sollte.
Dabei könnten die Ampelanlagen im beschriebenen Kreuzungsbereich abgebaut und auf die Linksabbiegespuren verzichtet werden. Somit wäre genug Raum auf der Fahrbahn vorhanden für durchgängige Fahrradschutzstreifen.
Die Fußgängerampeln könnten durch markierte Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) ersetzt werden.
Evtl. könnte auch die Ampelanlage an der Einmündung Luisenstraße abgebaut werden und
markierte Fußgängerüberwege angebracht werden.

Die Radfahrer würden die Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn dann auch eher akzeptieren bei Tempo 30 für Autofahrer, da das subjektive Sicherheitsgefühl für Radfahrer erhöht wird.

Ein Tempo-30-Bereich ohne Ampeln würde den Verkehr fließender gestalten, da die Rotphasen der Ampeln für Autofahrer entfallen würden. Auch Fußgänger müssten beim Queren der Fahrbahn nicht bei roten Fußgängerampeln stehen bleiben, obwohl oft keine Autos fahren.

Ein Tempo-30-Bereich wäre auch ein kleiner Beitrag für mehr Lärmschutz in der Wilhelmstraße.

Wir bitten die Stadt Offenburg eine Einrichtung eines Tempo-30-Bereiches in der Wilhelmstraße in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Mit freundlichen Grüßen                                          1 Anlage    
Ihre BUND-Ortsgruppe                                            (Schreiben vom 05.06.2016)

Norbert Litterst
(Vorsitzender BUND Offenburg)
 

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