BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Jahresbericht 2016 für die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg

Am Dienstag, 19.01.2016, hatten wir die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg im Gasthaus Linde in Fessenbach.

Im Februar gaben wir eine Stellungnahme ab zur Aufstellung des Bebauungsplans „Kronenbrauerei-Areal“ und haben verschiedenste Anregungen gegeben zur ökologischen Energieversorgung und Gestaltung der Baufläche wie auch zur verkehrlichen Erschließung des Areals.

Ebenfalls entwarfen wir im Februar eine Stellungnahme zur Bebauung des Areals des ehemaligen Gasthauses Sonne in Zell-Weierbach.

Im Monat Februar haben wir letztmalig die Hecke in der Kammbachsenke gepflegt. Diese Hecke wird voraussichtlich auf Grund des Brachvogelschutzes seitens des hauptamtlichen Naturschutzes beseitigt.

Im April haben wir die Jungwinzer der Weinmanufaktur Offenburg-Gengenbach mit 500,00 Euro unterstützt zur Aufstellung von 15 Insektenhotels in den Weinbergen von Zell-Weierbach bis Diersburg.

Im April gaben wir eine Stellungnahme ab zum Bebauungsplan „Hochschule Nord“ auf Gemarkung Offenburg.

Im April bestellten wir jeweils 2 Vogel- und Fledermausnistkästen bei der Fa. Schwegler GmbH für unsere neu erworbenen Grundstücke am Sahlesbach.

Im April nahm Rainer Happel an der Ortsbegehung teil bzgl. der Besichtigung der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen der Kinzigdeichertüchtigung.

Am 30. April und 01. Mai nahm der Vorsitzende Norbert Litterst als Landesdelegierter an der Landesdelegiertenversammlung des BUND-Landesverbandes in Bad Boll teil.

Am 23. Mai hatten wir endlich unseren Notartermin zum Kauf der zwei Grundstücke am Sahlesbach.
Der BUND-Landesverband hat die Grundstücke für uns gekauft, damit wir gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband Raum Offenburg eine Bachrenaturierung am mittleren Bachabschnitt durchführen können. Die Grundstücke kosteten den Landesverband 1185,50 Euro. Dafür haben wir eine Fläche von knapp 950 qm erworben, die wir ökologisch aufwerten können und einen renaturierten Bachlauf als Zugabe bekommen.

Im Juni gaben wir eine Stellungnahme ab zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Mühlbach-Karree“.
Hierzu erstellten wir Vorschläge zur Energieversorgung des Areals wie auch zum Wärmestandard der Gebäude sowie zur Fassadenbegrünung.

Im Juni gaben wir auch eine Stellungnahme an Bürgermeister Martini ab bzgl. des Umbaus der Wilhelmstraße. Hierbei lehnten wir unter anderem die Fällung der 2. Baumreihe an der Wilhelmstraße strikt ab.

Im Juni wurde auch eine Stellungnahme abgegeben zur Aufstellung des Bebauungsplans „Vorderer Brand“ auf Gemarkung Zunsweier. Wir setzten uns für eine Verkleinerung der Baufläche ein.

Im Juli führten wir im Gewann Moosmatt unsere jährliche Bekämpfung des Indischen Springkrauts mit Hilfe von Mitarbeitern der Volksbank Offenburg durch. Trotz des feuchten Frühsommers haben die jahrelange Verdrängungsaktionen Erfolge gezeigt und wir mussten nur wenige Pflanzen herausreißen.

Im Juli mähten die Mitgliedern Beate Braun, Michael Biundo, Wolfgang Schultz, Rainer Happel und Norbert Litterst die Blumenwiese in der Badstraße und das Gras wurde abgefahren.

Ende September mähte Michael Biundo die Wiese auf unserem Pachtgelände in der Moosmatt. Das Gras wurde dann am darauffolgenden Samstag durch Beate Braun, Rainer Roth, Michael Biundo und Norbert Litterst abgetragen und als Heuhaufen am Wiesenrand aufgeschichtet. Die Heuhaufen dienen als Überwinterungsquartiere für Kleinsäuger z.B. dem Igel.

Im Oktober am Tag der Deutschen Einheit haben wir unseren Jahresausflug für die aktiven Mitglieder als Planwagenfahrt durch die Weinberg von Zell-Weierbach und Fessenbach gestaltet. Die Fahrt begann bei der Volksbank Zell-Weierbach. Durch die Rebberge fuhren wir einige Insektenhotels ab, die die Jungwinzer der Weinmanufaktur Offenburg-Gengenbach aufgestellt haben. Zum Abschluss gingen wir ins Gasthaus Zeller Bruck.

Im Oktober erstellten wir eine Stellungnahme an die Stadt Offenburg zur geplanten Erweiterung der Erdaushubdeponie Satte Klamm. Wir lehnten die Erweiterung ab und forderten stattdessen den Bau von Lärmschutzwällen entlang von Fernstraßen als sinnvollere Verwendung von Erdaushub.

Im Oktober stand auch die Apfelernte auf unserem Pachtgelände in der Moosmatt an. Die Äpfel wurden aufgelesen und für den Apfelsaft „Ortenauer Herbst“ an den Förderverein Ortenauer Streuobst Anbau (FOSA) abgeliefert. Immerhin kamen 60 kg Äpfel zusammen.

Im November hat die Ortsgruppe an der Obsthochstamm-Förderaktion der Stadt Offenburg mitgewirkt, indem 1 Hochstamm-Apfelbaum (Sorte Hofstetter) bestellt wurde und auf städtischer Fläche in der Waldbachsenke unterhalb des Spitalberges vom Vorsitzenden Norbert Litterst eingepflanzt wurde als Ersatz für einen abgestorbenen Baum.

Im November gaben wir auch eine Stellungnahme ab zum Ortsentwicklungskonzept Rebland. Hierbei wandten wir uns ausdrücklich gegen die Ausweisung von Baugebieten in Landschaftsschutzgebieten.

Im Dezember nahmen wir an den Umweltgesprächen der Stadt Offenburg mit den Naturschutzverbänden teil.
Hierbei wurden u.a. die neue Baumschutzsatzung sowie die Themen Lichtverschmutzung vorgestellt. Die neue Baumschutzsatzung soll auf die Stadtteile ausgedehnt werden, bisher galt sie nur für die Kernstadt. Dies wurde von den Naturschutzverbänden ausdrücklich begrüßt.

Im Dezember hat das Landratsamt Ortenaukreis Auflagen erteilt, dass die Gewässerverbauungen am Schwärzenbach in Gengenbach-Reichenbach zurückgebaut werden müssen.
Auf Veranlassung unseres Mitglieds Michael Biundo wurden die Verbauungen im Schwärzenbach als Verstoß gegen die europäische Wasserrahmenrichtlinie erkannt. Nebenbei wurde auch ein Feuchtgebiet beschädigt. Die Stadt Gengenbach hatte nach einem Hochwasserereignis den Schwärzenbach ohne Rücksicht auf ökologische Belange saniert.  

Beim Landratsam Ortenaukreis, Amt für Umweltschutz, haben wir im Dezember Gelder aus der Landschaftspflegerichtlinie beantragt für das Jahr 2017. Gleichzeitig wurde auch die Abrechnung vorgelegt aus den Landschaftspflegemaßnahmen des Jahres 2016, d.h. für die Mahd Moosmatt und für die Neophytenbeseitigung (Indisches Springkraut) am Sahlesbach.

Im Dezember hatten wir unsere Weihnachtsfeier für alle aktiven BUND-Mitglieder der Ortsgruppe im Gasthaus „Haus am See“ in Schutterwald.

Norbert Litterst
(Vorsitzender BUND Offenburg)





Quelle: http://www.bund-offenburg.de/themen_und_projekte/taetigkeitsbericht_2016/