Jahresbericht 2015 für die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg

Am Dienstag, 20.01.2015, hielten wir die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg im Gasthaus Sonne in Zell-Weierbach ab.

Im Februar gaben wir eine Stellungnahme ab zur Aufstellung des Bebauungsplans „Am Friedhof“ in Bohlsbach. Die Ortsgruppe lehnt in der Stellungnahme die Erweiterung des Betriebsgeländes der Fa. Burgert auf dem Gewann „Am Friedhof“ ab, wie bereits mit einem Schreiben vom 30.09.2010 an die Stadt Offenburg mitgeteilt wurde.

Im März mähte das Mitglied Michael Biundo die Wiese in der Badstraße, weil die Mahd im Spätjahr 2014 nicht erfolgt ist und daher die Wiese ungepflegt aussah.

Im April erstattete die Ortsgruppe Offenburg durch Herrn Michael Biundo Anzeige beim Landratsamt Ortenaukreis gegen die Stadt Gengenbach wegen Verstoßes gegen die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und des Wassergesetzes. Gengenbach hatte nach einem Hochwasser den Schwärzenbach bei Gengenbach-Reichenbach instandgesetzt ohne hierbei ökologische Mäßstäbe anzulegen.

Im April nahmen die aktiven Mitglieder Hubert Gütle und Norbert Litterst als Landesdelegierte an der Landesdelegiertenversammlung des BUND-Landesverbandes in Bad Boll teil.

Im Mai bestellten wir als Ortsgruppe neue BUND-T-Shirts beim Landesverband für die aktiven Mitglieder.

Im Mai gaben wir auch eine Stellungnahme ab zur Aufstellung des Bebauungsplans „Kronenwiese“ in Offenburg. Hierbei forderten wir auf dem Areal heimische Laubbäume und Sträucher zu pflanzen aus Gründen des Vogel- und Insektenschutzes. Leuchtreklamen an Fassaden lehnten wir grundsätzlich ab wegen Lichtverschmutzung und Insektengefährdung. Auch forderten wir eine Begrünung der Fassadenflächen von mindestens 10 Prozent durch Rankpflanzen.

Im Juni forderten wir eine Stellungnahme von der Stadt Offenburg ein zur ökologischen Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Seidenfaden an der B33. Hierbei ging es uns vor allem über die Sinnhaftigkeit der Maßnahme und einer Nachuntersuchung bzgl. Funktionsfähigkeit des Trockenbiotops aus Steinriegeln.

Im Juni wurde auch eine Stellungnahme abgegeben zur Aufstellung des Bebauungsplans „Güterbahnhof Nord 2“. Wir begrüßten in unserer Stellungnahme zunächst die vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft. Auch die vorgesehenen Flächen für das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern wurden begrüßt.

Im Juli haben wir im Gewann Moosmatt unsere jährliche Neophytenbekämpfungsaktion mit Hilfe von Mitarbeitern der Volksbank Offenburg durchgeführt. Dank des trockenen Sommers und der jahrelangen Verdrängungsaktionen mussten nur wenige Pflanzen herausgerissen werden.

Im Juli wurde die Wiese in der Badstraße von den Mitgliedern Michael Biundo und Norbert Litterst gemäht und das Gras abgefahren.

Im August haben wir unseren Jahresausflug für die aktiven Mitglieder als Wanderung gestaltet. Die Wanderung begann am Schloss Ortenberg. Durch die Rebberge und den Wald wanderten wir bei herrlichem Sommerwetter nach Gengenbach-Reichenbach zum Wohnsitz unseres aktiven Mitglieds Michael Biundo .Michael lud uns zu einem Abschlussessen auf seiner Terrasse ein.

Im August baten wir die Stadt Offenburg um eine naurschutzrechtliche Stellungnahme zum geplanten Neubau in der Fuchsgasse in Offenburg- Zell-Weierbach. Die Anwohner haben uns hierzu gebeten.
Hierbei ging es vor allem um den Fledermausschutz.
Die Stadt Offenburg wies in ihrem Antwortschreiben darauf hin, dass der Bauherr für die Einhaltung naturschutzrechtlicher Belange zuständig ist.
Der Bauantrag ist mittlerweile vom Bauherr zurückgezogen worden.

Im August hielten wir unsere BUND-Ortsgruppen-Sitzung auf dem Biohof von Johannes Witt ab.
Biobauer Johannes Witt zeigte uns seinen Lebensturm, der in freier Landschaft steht und Nistmöglichkeiten für verschiedene Tierarten bietet.

Im Oktober haben aktive Mitglieder der Ortsgruppe die BUND-Kreisgruppe bei einer Standaktion in der Fußgängerzone Offenburg unterstützt. Der Stand wurde auch von der Stadt Offenburg gefördert. Der Stand hatte als Thema „Kunststoffe“ und die Gefahren, die für die Umwelt davon ausgehen bzgl. Vermüllung der Landschaft und der Meere.
Hierbei ging es vor allem darum die verstärkte Verwendung von Plastiktaschen und Plastiktüten auf dem Offenburger Markt zurückzudrängen durch Einsatz von Recycling-Papiertüten und Mehrweg-Recycling-Kunststoffeinkaufstaschen. Die BUND-Ortgruppe hat hierzu die Papiertüten besorgt, während die Stadt Offenburg die Einkaufstaschen gesponsert hat.
Die Einkaufstaschen gingen hierbei wie warme Semmeln weg. Der Stand war somit ein voller Erfolg.

Im Oktober hat die Ortsgruppe an der Obsthochstamm-Förderaktion der Stadt Offenburg mitgewirkt, indem 3 Hochstamm-Obstbäume bestellt worden sind und auf städtischer Fläche in der Waldbachsenke unterhalb des Spitalberges vom Vorsitzenden Norbert Litterst eingepflanzt worden sind als Ersatz für abgestorbene Bäume.

Im Oktober hat der Vorstand des BUND-Regionalverbandes durch Beschluss den Antrag der Ortsgruppe unterstützt am Sahlesbach zwei Grundstücke für den BUND zu erwerben um damit eine Renaturierungsmaßnahme durch den Abwasserzweckverband Raum Offenburg zu ermöglichen.
Der Erwerb der Grundstücke durch den BUND wurde durch Beschluss der Ortsgruppe am 20.10.2015 nochmals bestätigt, da die Stadt Offenburg kein Interesse hat die Grundstücke selbst für ökologische Ausgleichsmaßnahmen zu erwerben.
Am 25.10.2015 hat daher die Ortsgruppe den offiziellen Antrag zum Erwerb der Grundstücke durch den BUND-Landesverband an den Landesvorstand gestellt.

Anfang Oktober mähte der Vorsitzende Norbert Litterst die Wiese auf unserem Pachtgelände in der Moosmatt. Das Gras wurde dann am Samstag, den 24.10.2015, durch die Mitglieder Rainer Happel, Frank Hackenberg und Norbert Litterst abgetragen und als Heuhaufen am Wiesenrand aufgeschichtet. Die Heuhaufen dienen als Überwinterungsquartiere für Kleinsäuger z.B. dem Igel.

Im November gab die Ortsgruppe eine Stellungnahme ab zur Pressemitteilung des Landrates, der Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg, den Bürgermeistern des Kinzigtales und des IHK-Präsidenten bzgl. des Straßenbaus in der Ortenau.
Hierbei lehnt die BUND-Ortsgruppe Offenburg einen weiteren Ausbau der A5, der B33 und ein neuer Autobahnzubringer Süd aus Gründen des Landschafts- und Naturschutzes ab.

Im November nahmen wir an den Umweltgesprächen der Stadt Offenburg mit den Naturschutzverbänden teil.
Hierbei wurde u.a. der neue Landschaftsplan vorgestellt, sowie die Themen Lichtverschmutzung, Baumschutzverordnung, Baumfällungen, Nisthilfen für Mauersegler an Gebäuden und ökologische Ausgleichsfläche im Gewann Altenberg (Zell-Weierbach) angesprochen.

Im Dezember wurden an die Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat der Stadt Offenburg, an Oberbürgermeisterin Frau Schreiner und an Baubürgermeister Herrn Martini Weihnachtsgrußkarten durch die BUND-Ortsgruppe verschickt mit folgender Grußbotschaft: „Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme“. Auf der Grußkarte ist abgebildet der blaue Planet vom All ausgesehen.
Hierbei haben wir dazu aufgefordert über noch mehr Straßenbau und Flächenfraß nachzudenken.

Im Dezember hatten wir unsere Weihnachtsfeier für alle aktiven BUND-Mitglieder der Ortsgruppe im Gasthaus Krone in Ortenberg.

Im Dezember haben wir alle Mitglieder der Ortsgruppe Offenburg angeschrieben und ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr gewünscht. Gleichzeitig erfolgte auch die Einladung zur Mitgliederversammlung im Januar 2016.

Norbert Litterst

(Vorsitzender BUND Offenburg)



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