Jahresbericht 2014 für die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg

Am Dienstag, 21.01.2014, hielten wir die Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Offenburg im Gasthaus Sonne in Zell-Weierbach ab.

Im Januar gaben wir eine Stellungnahme ab zur Aufstellung des Bebauungsplans „Güterbahnhof Nord 1“. Wir haben hierbei nochmals die Umsetzung ökologischer Ausgleichsmaßnahmen angemahnt und die vorgesehene Begrünung für Fassaden und Flachdächer ausdrücklich begrüßt.

Zusätzlich forderten wir das Pflanzen heimischer Baumarten statt fremdländischer Gehölze.


Im Februar wurde von unserem BUND-Mitglied Wolfgang Schultz ein Besichtigungstermin mit den zuständigen Ingenieurbüros wahrgenommen zum Thema Deicherhöhung und Deichrückverlegung im Bereich Großer Deich bei Offenburg-Elgersweier.


Im Februar wurde mit Schreiben an Baubürgermeister Martini unsere Forderung bekräftigt nach einer naturnahen Umgestaltung des Mühlbaches. Dieses Schreiben wurde auch am 08.04.2014 im Offenburger Tageblatt veröffentlicht.


Ende Februar wurde in einem Arbeitseinsatz der Ortsgruppe eine Feldhecke in der Kammbachsenke gepflegt und das Schnittgut zum Aufbau einer Benjes-Hecke am Rande der Kammbachsenke verwendet. Hierfür erhielten wir vom Abwasserzweckverband Raum Offenburg eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 150,00 Euro.


Im März nahm unser BUND-Mitglied Hubert Gütle an einem Strategieworkshop zum Thema „Baum ab –nein danke. Instrument der Bürgerbeteiligung vor Ort am Beispiel Baumschutz“.


Im April tagte der Umweltausschuss der Stadt Offenburg. Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe Norbert Litterst nahm als Vertreter der Naturschutzverbände an der Sitzung teil.


Im Mai ging ein Schreiben an die Oberbürgermeisterin Frau Schreiner bzgl. der geplanten Varianten zum Autobahnzubringer Süd.

Hierbei lehnten wir sämtliche Varianten zum Autobahnzubringer Süd ab und forderten die Nutzung bestehender Straßen. So könnte die Landstraße zwischen Hohberg-Niederschopfheim und Neuried-Ichenheim als Autobahnzubringer genutzt werden, indem das Brückenbauwerk über die Autobahn als Anschlussstelle ausgebaut wird.

Dieses Schreiben ging abschriftlich auch an die Gemeinderatsfraktionen und die Presse.


Im Mai nahmen die BUND-Mitlieder Hubert Gütle und Norbert Litterst an einer Sitzung des Landratsamtes Ortenaukreis teil zum Thema „LEADER“, ein Projekt der EU. Hier ging es um eine nachhaltige Entwicklung im Ländlichen Raum und entsprechenden Vorschläge durch Vertreter der anwesenden Verbände und Kommunen.



Im Juni gab es eine Waldbegehung des Umweltausschusses im Offenburger Stadtwald. Norbert Litterst nahm an dieser Begehung teil. Hierbei wurden auf die Folgen des hohen Rehwildbestandes durch einen Gutachter aufmerksam gemacht. Die Stadt Offenburg wird durch fast einstimmigen Beschluss des Umweltausschusses eine stärkere Bejagung des Rehwildes in den kommenden Jahren anstreben, z.B. durch eine andere Vergabe der Jagd im Stadtwald.

Im angrenzenden Staatswald hat man hierzu schon gute Erfahrungen gesammelt und die natürliche Verjüngung des Waldbestandes gesichert.


Im Juni haben wir Oberbürgermeisterin Frau Schreiner schriftlich aufgefordert sich im Projektbeirat Rheintalbahn für eine zweiröhrige Tunnelvariante in Offenburg einzusetzen.

Dieses Schreiben ging ebenfalls an die Gemeinderatsfraktion mit der Aufforderung unser Anliegen zu unterstützen.

Bisher hat die Stadt Offenburg einen einröhrigen Tunnel favorisiert. Mittlerweile kann sich jedoch die Stadt Offenburg auch eine zweiröhrige Variante vorstellen.


Im Juni mähten Michael Biundo und Norbert Litterst die von uns angelegte Blumenwiese an der Badstraße. Das Mähgut wurde abgetragen und entsorgt.


Ende Juli hatten wir einen Grillabend beim Bio-Landwirt Johannes Witt in Offenburg-Weier.

Johannes Witt unterstützt uns schon seit Jahren bei der Abfuhr des anfallenden Gehölzschnittes bei der Pflege der Feldhecke in der Kammbachsenke. Als Dankeschön hatten wir das Grillgut und die Getränke spendiert und verbrachten einen gemütlichen Sommerabend auf seinem Gehöft.


Im Juli und August wurde Indisches Springkraut im Gewann Moosmatt bei Fessenbach-Albersbach von uns bekämpft, auch durch tatkräftige Unterstützung von Mitarbeitern der Volksbank Offenburg.

Als kleine Belohnung gab es ein Abschlussvesper für alle Beteiligten.


Im August erstellten wir eine Stellungnahme zum Bebauungsplan „Westlich der Okenstraße“.

Hierbei haben wir Forderungen aufgestellt, die erfüllt werden müssen, damit wir einer Bebauung zustimmen können, beispielsweise die Forderung nach ökologischen Ausgleichsmaßnahmen in Form von Hecken und Streuobstwiese.


Ende September mähte unser BUND-Mitglied Hubert Gütle die Feuchtwiese auf unserem Pachtgelände in der Moosmatt. Das Mähgut wurde einige Tage später von uns abgetragen und am Wiesenrand als Heuhaufen aufgeschichtet. Diese Heuhaufen bieten im Winter Unterschlupf für verschiedene Kleinsäuger.


Im Oktober gaben wir eine Stellungnahme ab zur Änderung des Bebauungsplanes „Auf der Nachtweide“ im Industriegebiet West.

Wir haben eine Ansiedlung eines Möbelmarktes auf einer industriellen Brachfläche begrüßt, da dadurch keine Grünfläche am Stadtrand in Anspruch genommen werden muss.

Hierbei forderten wir Dach- und Fassadenbegrünung auf mindestens 50 Prozent der Flächen.

Die Entwässerung der Stellflächen für Autos sollten unserer Meinung nach durch Entwässerungsgräben erfolgen, wie dies bereits beim Baumarkt „Bauhaus“ geschieht.


Im November erfolgte ein Pflegeeinsatz auf unserem Pachtgelände im Gewann Moosmatt bei Fessenbach-Albersbach wiederum mit tatkräftiger Unterstützung durch Mitarbeiter der Volksbank Offenburg.


Im November fand in Gespräch der Umweltgruppen mit der Stadtverwaltung, Abteilung Grünplanung, statt. Hierbei ging es um Informations- und Meinungsaustausch zu verschieden Themen,

wie z.B. Integriertes Verkehrskonzept, Ackerrandstreifen, Verbot von Gentechnik auf städtischen Ackerflächen.

Die Umweltverbände konnten auf der Sitzung erfahren, dass der Einsatz der BUND-Ortsgruppe gegen das Ausbringen von gentechnisch verändertem Saatgut auf städtischen Flächen endlich mit Erfolg gekrönt wurde. Neue Pachtverträge enthalten einen Passus, der das Ausbringen von gentechnisch verändertem Saatgut verbietet.


Ende November gab es ein Weihnachtsessen für alle aktiven Mitglieder der BUND-Ortsgruppe im Gasthaus Borofskys.


Im Dezember erteilten wir dem Baggerbetrieb Reinbold aus Durbach einen Auftrag zum Anlegen eines Laichgewässers für Amphibien auf unserem Pachtgelände im Gewann Moosmatt.

Am 22.12.2014 wurde das Laichgewässer ausgehoben. Die Kosten hierfür betrugen knapp 124,00 Euro.


Mitte Dezember verschickten wir die Einladungsschreiben zur heutigen Mitgliederversammlung. Hierzu trafen wir uns zum Einlegen der Anschreiben und Etikettieren der Briefumschläge bei unserem Mitglied Wolgang Schultz. So konnten wir in kurzer Zeit über 200 Einladung versandfertig machen.

Wolgang Schultz hat mit seiner Ehefrau den Arbeitseinsatz mit einem anschließenden Vesper gemütlich ausklingen lassen.




Norbert Litterst

(Vorsitzender BUND Offenburg)




 






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